RCDS Baden-Württemberg fordert Umdenken bei der Hochschulfinanzierung/Bekenntnis der Landesregierung zur Hochschulpolitik

Stuttgart 15. Mai 2014 – Der chronischen Unterfinanzierung der Universitäten im Land muss endlich etwas entgegengesetzt werden! Im Rahmen des Solidarpaktes definiert die Landesregierung derzeit die Grundfinanzierung der Universitäten bis zum Jahr 2020. Der Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) Baden- Württemberg unterstützt die Forderung der neun Landesuniversitäten, keine weiteren finanziellen Einschnitte vorzunehmen. Um die Leistungsfähigkeit auch in Zukunft gewährleisten zu können, brauchen die Hochschulen Planungssicherheit. Dies ist nicht nur im Hinblick auf den Hochschulstandort Baden-Württemberg von essentieller Bedeutung, sondern auch für dessen zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Die Landesvorsitzende des RCDS Baden-Württemberg Ronja Schmitt dazu: „Die Qualität der Hochschulausbildung muss erhalten bleiben. Die Unterfinanzierung geht zu Lasten von Studium und Lehre.“ Obwohl die Studentenzahlen seit 1998 fast um die Hälfte gestiegen sind, beklagt die Landesrektorenkonferenz im selben Zeitraum ein Stagnieren der Landesmittel. Und es wird prognostiziert, dass die Zahl der Studenten in Zukunft weiter steigen wird. Dass die Landesregierung die Universitäten dabei noch nicht einmal bei der Finanzierung der rasant steigenden Betriebskosten unterstützt, bedeutet, dass die realen Mittel pro Student immer schneller sinken.

An der Universität Tübingen sucht man derweil nach anderen Finanzierungsquellen, die auch zu Lasten der Studenten und deren Ausbildung gehen. Der Senat der Universität hat so vor kurzem beschlossen, Studenten, die ein Auslandssemester absolvieren, nicht mehr zu beurlauben, da bei einer Beurlaubung weniger Mittel an die Universität fließen. Dies nimmt fast allen Studenten die Möglichkeit, ein Semester im Ausland zu studieren und gleichzeitig die Regelstudienzeit einzuhalten. Die Landesvorsitzende des RCDS-Baden-Württemberg weiter: „Grün-Rot muss endlich Verantwortung für die Hochschulen im Land übernehmen und ihnen mit den Neuverhandlungen um den Solidarpakt eine verbesserte Grundfinanzierung verschaffen. Es bedarf eines klaren Bekenntnisses der Landesregierung keine weiteren Einschnitte vorzunehmen, sonst wird dies schwerwiegende Konsequenzen für die Zukunft des Hochschulstandortes haben“. Read more..