Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester gefordert

An mehreren Hochschulen ist es mittlerweile auf Grund von Corona-Maßnahmen zur Absage von Prüfungen oder dem Schließen der Bibliotheken gekommen, wodurch das Schreiben von Hausarbeiten in manchen Fächern quasi unmöglich gemacht wird. Zwar haben ebenso einige Hochschulen bereits angekündigt, hier die Abgabefristen entsprechend zu verlängern, jedoch kann es trotzdem passieren, dass durch nicht ablegbare Prüfungsleistungen zeitliche Fristen, insbesondere die Regelstudienzeit, überschritten werden. Dies kann zur Folge haben, dass der BAföG- oder schlimmstenfalls gar der Prüfungsanspruch zunächst verloren geht.
Bundesministerin Anja Karliczek hat hierzu bereits angekündigt, dass kein Student Nachteile durch die aktuelle Corona-Maßnahmen haben soll, was wir sehr befürworten. Jedoch dauert es seine Zeit, bis Härtefallanträge bearbeitet wurden, insbesondere, wenn mit einer außerordentlichen Vielzahl zu rechnen ist, sodass trotzdem Zahlungsausfälle drohen. Genau so muss in Betracht gezogen werden, dass bereits der momentane Zustand, der Unklarheit, ob eine Klausur stattfinden kann oder nicht, nahe des Irregulären ist und ebenso kein Ende der Krise in Sicht ist, sodass weitere Verschiebungen folgen könnten.

Um also Sicherheit für die Studenten zu schaffen und gleichzeitig die Universitäten und Studentenwerke zu entlasten, fordern wir die Verlängerung der Regelstudienzeit sowie von weiteren Fristen um ein Semester als unbürokratische und gleichzeitig maximal unsicherheitsreduzierende Maßnahme. So kann am effizientesten Druck aus dem System genommen werden, sodass die Hochschulen befreiter notwendige Entscheidungen treffen können und nach dem Überstehen der Epidemie wieder schnellstmöglich in den Regelbetrieb übergegangen werden kann.