Semesterbeginn am 20.04., Vorlesungszeit unklar

Semesterbeginn bleibt, Vorlesungszeiten unklar

Die Kultusminister haben sich darauf verständigt, dass das Sommersemester wie geplant am 20.04. starten soll. Die Vorlesungszeiten können hierbei flexibel gehandhabt werden.

Wir begrüßen die Tatsache, dass ein Stück Klarheit geschaffen werden konnte. Ebenso begrüßen wir es, dass das Sommersemester stattfinden wird und die Studenten so die Möglichkeit haben werden, wichtige Punkte für den Studienfortschritt zu erbringen.

Jedoch ist mehr als unklar, in welchem Maße Präsenzveranstaltungen möglich sein werden, insbesondere in großen, teilweise überfüllten, Hörsälen. Da die digitale Lehre an manchen Lehrstühlen leider Neuland ist, kann in unseren Augen nicht garantiert werden, dass der normale Workload von 30 ECTS-Punkten, nach welchem sich jedoch jegliche Fristen richten, von allen Studenten erwartet werden kann. Da das akademische Niveau eindeutig Vorrang gegenüber einer möglichst geringen Studienzeit haben muss, plädieren wir daher mit Nachdruck dafür, die Studienfristen um ein Semester zu verlängern und entsprechend auch die Regelungen bezüglich BAföG und Kindergeld anzupassen.

HoFV unterschrieben: 1,8 Mrd. für Hochschulen

Hochschulfinanzierungsvertrag unterschrieben: 1,8 Mrd. Euro zusätzlich für Hochschulen

Am Mittwoch wurde der neue Hochschulfinanzierungsvertrag, auf Grund der Corona-Krise im Umlaufverfahren, unterzeichnet. Ein starkes Zeichen in Zeiten der Krise. Doch zeigt sich momentan umso mehr, dass eine starke Wissenschaft unersetzbar ist.

Der Vertrag sieht insgesamt 1,8 Mrd. Euro zusätzliche Mittel für die Hochschulen vor, welche insbesondere in die jeweilige Grundfinanzierung fließen sollen, wodurch den einzelnen Hochschulen mehr Spielraum gegeben wird. Dies begrüßen wir nachdrücklich, ist der Investitionsstau an den Unis doch nicht wegzudiskutieren.

Jedoch ist fraglich, ob das Geld ausreichen kann, insbesondere vor dem Hintergrund, dass neue Aufgaben außerhalb von Forschung und Lehre auf die Hochschulen zukommen werden. Darum fordern wir neben dem Akquirieren von Drittmitteln und dem stetigen Aufbau universitärer Stiftungsvermögen, dass die landesweiten Anstrengungen, um die Digitalisierung voranzutreiben, weiter intensiviert werden. Dabei müssen auch die Hochschulen weiterhin berücksichtigt werden, sodass diese bei der Umsetzung nicht alleine gelassen werden, sondern sich insbesondere Forschung und Lehre widmen können.
Die Digitalisierung ist ein Thema, welches alle Bereiche betrifft. Hier dürfen die Hochschulen also nicht einfach mit den Geldern aus dem Vertrag abgespeist werden, sondern es muss insbesondere für Digitalisierungsprojekte die Möglichkeit für weitere Zuschüsse offengehalten werden.

RCDS & SchülerUnion: Keine Nachteile durch Corona-Krise

RCDS und Schüler Union Baden-Württemberg: Keine Nachteile für Schüler und Studenten durch Corona-Krise

1.) Schüler müssen die Möglichkeit haben, ihre Abiturprüfungen abzulegen. Eine Streichung der Abschlussklausuren würde vielen Schülern eine wichtige Möglichkeit zur Verbesserung nehmen und zudem einen schwerem Makel für das jedes einzelne Abitur bedeuten.

2.) Für die angehenden Erstsemester muss es genug Zeit geben, sich an den Hochschulen zu bewerben, einzuschreiben sowie ein Zimmer am Hochschulort zu suchen. Wenn nun die Abiturprüfungen nach hinten verschoben werden, müssen auch die Bewerbungsfristen entsprechend angepasst werden.

3.) Wir müssen die Digitalisierung unserer Bildung endlich ernst nehmen. Durch flächendeckende ergänzende Bildungsinhalte an der Schule und gut ausgebautem E-Learning an der Uni kann ein wichtiger Beitrag zur Flexibilisierung des individuellen Lernens geleistet werden. So kann das akademische Niveau langfristig gesteigert und gleichzeitig unser Bildungssystem nicht nur weniger anfällig für Krisen wie die jetzige gemacht werden, sondern auch fairer für bspw. junge Eltern oder Nebenjobber.