RCDS Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg fordern Mobilitätszertifikat für Hochschulen

München/Stuttgart, den 20. April 2011 – Die beiden größten Landesverbände des Ring Christlich- Demokratischer Studenten (RCDS) Bayern und Baden-Württemberg erörterten vom 17.-19. April 2011 bei ihrer gemeinsamen Südkonferenz in Bayern den aktuellen Stand der Bologna- Reform. Als Diskussionspartner konnten die beiden RCDS-Verbände unter anderem den Wissenschaftsminister des Freistaates Bayern, Dr. Wolfgang Heubisch, und den Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Peter Frankenberg für ihre Veranstaltung gewinnen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme loben die Landesvorsitzende des RCDS Bayern, Carmen Langhanke (26), und der Landesvorsitzende des RCDS Baden-Württemberg, Romen Link (25), die bisherigen Erfolge der Reform der Bologna-Reform in den beiden südlichen Bundesländern: „Viele Hochschulen haben in den vergangenen zwei Jahren bei der Neustrukturierung ihrer Studiengänge dazugelernt. Die Hochschulen sind größtenteils wesentlich flexibler geworden und haben etwas gegen die starke Verschulung des Studiums unternommen. Wir werten dies als deutliches Signal, dass sich auch von Seiten der Universitäten etwas bewegt hat.“

„Wir fordern die beiden Landesregierungen jedoch dazu auf, keinen „Master für alle“ zu etablieren. Der erste berufsqualifizierende Studienabschluss ist und bleibt der Bachelor. Dies muss die Zielsetzung bei der Verbesserung der Studiengänge sein. Eine weitere Spezialisierung soll dann möglich sein, wenn die Studenten im Rahmen ihres Bachelor- Studiums beweisen, dass sie die Eignung für einen konsekutiven Master- Studiengang nachweisen können. Bei den Bachelor-Studiengängen muss weiterhin darauf geachtet werden, dass diese grundlagenorientiert und nicht überspezialisiert ausgestaltet werden. Dies führt anderenfalls zu einer zu starken Einschränkung der Mobilität für Studenten, wenn sie die Hochschule während des Bachelorstudiums wechseln möchten .“, so Langhanke.

„Bei der Mobilität im europäischen Raum gibt es trotz einiger Erleichterungen weiterhin Verbesserungsbedarf. Oftmals sind die gleichen Studiengänge von verschiedenen Hochschulen aus unterschiedlichen Ländern nicht kompatibel. Hier muss dringend dafür gesorgt werden, dass die Studenten vorher wissen, ob die erbrachten Leistungen anerkannt werden und sie keinen Zeitverlust befürchten müssen. Wir schlagen hierfür die Einführung eines Zertifikates vor, welches die Kompatibilität und Flexibilität der Hochschulen hinsichtlich der Anerkennung von Studienleistungen misst. Dies könnte in Zukunft auch beim CHE Ranking berücksichtigt werden“, so Link abschließend.

RCDS Baden-Württemberg warnt vor den Folgen der Abschaffung der Studiengebühren an den Hochschulen

Stuttgart, den 29. März 2011 – Der RCDS Baden-Württemberg warnt vor der Abschaffung der Studiengebühren an den Hochschulen in Baden-Württemberg. Hintergrund ist die von Bündnis90/Grüne und SPD geplante Abschaffung der Beiträge zum nächsten Wintersemester.

Der Landesvorsitzende des RCDS Baden-Württemberg Romen Link hierzu: „Seit der Einführung der Studienbeiträge in 2007 haben sich die Studienbedingungen an den Hochschulen in Baden-Württemberg merklich verbessert. Die Studienbeiträge sind von den Studenten akzeptiert, auch weil durch das Angebot zinsgünstiger Darlehen und der Möglichkeit diese erst nach dem Studium zurückzubezahlen, sofern man ein gewisses Einkommen erzielt, niemand vom Studium abgehalten wird. Durch die Beiträge der Studenten konnten die Hochschulen ihr Lehrangebot ausbauen, die Betreuung der Studenten verbessern, die Bibliotheksausstattungen erweitern und insgesamt für eine wesentlich bessere Lehre an den Hochschulen in Baden-Württemberg sorgen. Grün-Rot steht wie in Nordrhein-Westfalen vor der Auswahl entweder die Neuverschuldung in die Höhe zu treiben oder aber die Lehrbedingungen wesentlich zu verschlechtern.“

RCDS Baden-Württemberg stellt Programm zur Hochschulpolitik vor

Stuttgart, den 8. Februar 2011 – Der Ring Christlich Demokratischer Studenten Baden-Württemberg hat auf seinem Landesausschuss, das zweithöchste Gremium nach der Landesdelegiertenversammlung im RCDS, das aus den Vorsitzenden der RCDS Gruppen an den Hochschulen besteht, ein Programm zur Hochschulpolitik verabschiedet.

RCDS Landesvorsitzender Romen Link hierzu: „Der RCDS Baden-Württemberg hat mit dem Vorschlag zur Reform der studentischen Mitbestimmung in Baden-Württemberg gezeigt, dass er in der Lage ist Reformprojekte innerhalb der CDU durchzusetzen. In den kommenden Jahren wollen wir gemeinsam mit der CDU Hochschulpolitik in Baden-Württemberg gestalten. Den Erfolgskurs der vergangen Jahre, den Exzellenzinitiative und Hochschulrankings belegen, wollen wir auch künftig fortsetzen.“

Der RCDS fordert in seinem Programm neben der Umsetzung der Reform der studentischen Mitbestimmung die Einführung der Übersetzung Diplom-Ingenieur für den Masterabschluss. Hierdurch können Studenten auch künftig von dessen hervorragendem internationalen Ruf profitieren. Außerdem setzt sich der RCDS für die rasche Umsetzung des BAföG Onlineantrags ein. Mit diesem müssen Studenten künftig nicht mehr stundenlang komplexe Anträge ausfüllen, sondern können ganz bequem einen Online-Antrag ausfüllen. Ebenso setzt sich der RCDS Landesverband für die Internationalisierung der Studienzeiten in Baden-Württemberg ein. Viele Studenten haben im Moment noch eine lange Wartezeit, wenn sie einen Auslandsaufenthalt im Laufe ihres Studiums absolvieren, da in den meisten Ländern die Studienzeiten anders sind. Dadurch wird die Mobilität der Studenten, ein Ziel der Bolognareform, nachhaltig eingeschränkt. Die Universität Mannheim hat aufgrund dieses Problems ihre Studienzeiten bereits angepasst. Außerdem setzt sich der RCDS Landesverband für eine verpflichtende Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten der Studienfinanzierung in allen Schulen ein, deren Abschluss zum Hochschulzugang berechtigt. Nach der aktuellen HIS-Studie nimmt trotz umfassender Finanzierungsmöglichkeiten dennoch ein beachtlicher Teil an Schulabgängern aufgrund finanzieller Erwägungen ein Studium nicht auf. Dem möchte der RCDS Baden-Württemberg entgegenwirken.