Abschlussniveau an der DHBW trotz Corona halten

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg ist längst ein Markenzeichen des Bildungssystems im Land geworden. Völlig zurecht genießt das Studium an der DHBW, in welchem eine qualitativ hochwertige akademische Lehre mit Praxisphasen bei diversen Unternehmen kombiniert werden, höchste Anerkennung.

Damit auch weiterhin die DHBW DER Standort für ein duales Studium in Deutschland bleibt, muss die hohe Qualität des Abschlusses trotz der Corona-Krise unbedingt sichergestellt werden. Hierzu zählt, dass die Studenten trotz Krise in der jetzigen Zeit eine angemessene Praxisphase absolvieren können oder, sofern dies auf Grund der aktuellen Einschränkungen nicht möglich ist, ein alternatives Lernangebot zur Verfügung gestellt bekommen. Ein späteres Nachholen der Inhalte, die so nicht vermittelt werden konnten, muss dabei garantiert werden.
Es darf jedoch nicht dazu kommen, dass die Theoriephasen zugunsten der Praxisphasen gekürzt werden. Stattdessen müssen, je nach aktuellen Einschränkung des Betriebes, flexible Lösungen für die Studenten gefunden werden.
Hierbei ist besonders wichtig, dass die Studenten Sicherheit bezüglich ihrer Verträge haben. Sollte sich die Studienzeit unverschuldet verlängern, müssen auch die Verträge entsprechend angepasst wird, sodass kein Student am Ende unverschuldet ohne Abschluss dasteht oder die für die restlichen Studienkosten selbst aufkommen muss.

Weiterhin gilt für die DHBW dasselbe wie für alle anderen Hochschulen in Baden-Württemberg: Ausgefallene Prüfungen müssen in einem fairen Umfeld nachgeholt werden können und die Digitalisierung der Hochschulen, insbesondere die e-Learning Angebote, muss flächendeckend ausgebaut werden, sodass ein flexibleres und somit krisensicheres Studieren ermöglicht wird.

Semesterbeginn am 20.04., Vorlesungszeit unklar

Semesterbeginn bleibt, Vorlesungszeiten unklar

Die Kultusminister haben sich darauf verständigt, dass das Sommersemester wie geplant am 20.04. starten soll. Die Vorlesungszeiten können hierbei flexibel gehandhabt werden.

Wir begrüßen die Tatsache, dass ein Stück Klarheit geschaffen werden konnte. Ebenso begrüßen wir es, dass das Sommersemester stattfinden wird und die Studenten so die Möglichkeit haben werden, wichtige Punkte für den Studienfortschritt zu erbringen.

Jedoch ist mehr als unklar, in welchem Maße Präsenzveranstaltungen möglich sein werden, insbesondere in großen, teilweise überfüllten, Hörsälen. Da die digitale Lehre an manchen Lehrstühlen leider Neuland ist, kann in unseren Augen nicht garantiert werden, dass der normale Workload von 30 ECTS-Punkten, nach welchem sich jedoch jegliche Fristen richten, von allen Studenten erwartet werden kann. Da das akademische Niveau eindeutig Vorrang gegenüber einer möglichst geringen Studienzeit haben muss, plädieren wir daher mit Nachdruck dafür, die Studienfristen um ein Semester zu verlängern und entsprechend auch die Regelungen bezüglich BAföG und Kindergeld anzupassen.

HoFV unterschrieben: 1,8 Mrd. für Hochschulen

Hochschulfinanzierungsvertrag unterschrieben: 1,8 Mrd. Euro zusätzlich für Hochschulen

Am Mittwoch wurde der neue Hochschulfinanzierungsvertrag, auf Grund der Corona-Krise im Umlaufverfahren, unterzeichnet. Ein starkes Zeichen in Zeiten der Krise. Doch zeigt sich momentan umso mehr, dass eine starke Wissenschaft unersetzbar ist.

Der Vertrag sieht insgesamt 1,8 Mrd. Euro zusätzliche Mittel für die Hochschulen vor, welche insbesondere in die jeweilige Grundfinanzierung fließen sollen, wodurch den einzelnen Hochschulen mehr Spielraum gegeben wird. Dies begrüßen wir nachdrücklich, ist der Investitionsstau an den Unis doch nicht wegzudiskutieren.

Jedoch ist fraglich, ob das Geld ausreichen kann, insbesondere vor dem Hintergrund, dass neue Aufgaben außerhalb von Forschung und Lehre auf die Hochschulen zukommen werden. Darum fordern wir neben dem Akquirieren von Drittmitteln und dem stetigen Aufbau universitärer Stiftungsvermögen, dass die landesweiten Anstrengungen, um die Digitalisierung voranzutreiben, weiter intensiviert werden. Dabei müssen auch die Hochschulen weiterhin berücksichtigt werden, sodass diese bei der Umsetzung nicht alleine gelassen werden, sondern sich insbesondere Forschung und Lehre widmen können.
Die Digitalisierung ist ein Thema, welches alle Bereiche betrifft. Hier dürfen die Hochschulen also nicht einfach mit den Geldern aus dem Vertrag abgespeist werden, sondern es muss insbesondere für Digitalisierungsprojekte die Möglichkeit für weitere Zuschüsse offengehalten werden.