RCDS und Schüler Union: Lehrerausbildung stärken statt schwächen

Bei einer gemeinsamen Vorstandssitzung in Stuttgart haben sich der Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) und die Schüler Union Baden-Württembergs auf eine gemeinsame Position zur im Grün-Roten Koalitionsvertrag verankerten Neugestaltung des Lehramtsstudiums im Land geeinigt. In einem gemeinsamen Entschluss fordern die beiden Vereinigungen die Landesregierung dazu auf, den gestiegenen Anforderungen des Lehrerberufs Rechnung zu tragen und Lehrer nicht nur als Lernbegleiter und Mediatoren sondern als aktive Gestalter des Lernprozesses zu verstehen und die differenzierte Lehrerausbildung aufrecht zu halten.

„Jetzt versucht Grün-Rot seine Gemeinschaftsschul-Ideologie auf dem Rücken des Lehramtsstudiums durchzusetzen“ kritisiert die die RCDS- Landesvorsitzendes Ronja Schmitt. In der Verantwortung gegenüber unterschiedlich veranlagten Schülern müsse das Lehramtsstudium den vielfältigen Herausforderungen des Berufs gerecht werden. Daher forderten die Vereinigungen eine den verschiedenen Schulformen angepasste differenzierte Lehrerausbildung. Desweiteren sprechen sich RCDS und Schüler Union für eine Weiterbildungspflicht für Lehrer aus. Der Landesvorsitzende der Schüler Union Nils Melkus betonte dazu: „In jedem anderen Beruf sind regelmäßige Weiterbildungen selbstverständlich und gerade bei so einer verantwortungsvollen Tätigkeit in einem so wandelbaren Umfeld wie dem Lehrerberuf ist es unerlässlich, die Lehrer zu einer regelmäßigen Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und Methoden zu verpflichten“.
RCDS und Schüler Union fordern daher die Landesregierung auf, sich des Anforderungsprofils des Lehrberufs mit Blick auf die Schüler bewusst zu machen und für diese auch über ideologische Schranken hinweg zu handeln.