RCDS Baden-Württemberg kritisiert angekündigte Vorhaben der neuen Wissenschaftsministerin Bauer

„Ankündigung des Ausgleichsbetrags für die Studiengebühren ist eine Kürzung der Mittel durch die Hintertür“

STUTTGART, den 16. Juni 2011. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kritisiert die angekündigten Vorhaben der neuen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Diese hat angekündigt, dass die Studiengebühren abgeschafft werden und durch einen Ausgleichsbetrag in Höhe von 135 Millionen Euro ausgeglichen werden sollen. Der RCDS Landesvorsitzende Romen Link dazu: „Hier bewahrheitet sich das, was wir bei der Ankündigung der Abschaffung der Studiengebühren befürchtet haben. Der Ausgleichsbetrag wird auf den Betrag, den die Hochschulen im letzten Jahr eingenommen haben festgesetzt, dabei werden die steigenden Studienanfängerzahlen der kommenden Jahre allerdings nicht berücksichtigt. Dies ist eine Kürzung der Mittel durch die Hintertür. Wenn die Hochschulen in den kommenden Jahren durch die Aussetzung der Wehrpflicht und den doppelten Abiturjahrgang wesentlich höhere Studienanfängerzahlen haben benötigen sie auch entsprechend höhere Mittel“.

Insgesamt wertet der größte hochschulpolitische Studentenverband Baden- Württembergs den Start der neuen Ministerin als sehr holprig. Romen Link hierzu: „Frau Bauer wurde für die angekündigte Reform der Lehramtsstudiengänge bereits von der eigenen Klientel heftig kritisiert und jetzt kommt noch die Kürzung der Mittel für die Hochschulen dazu. Das ganze fällt bei ihr nur nicht so stark auf, da sie vom neuen Verkehrsminister Winfried Hermann in dieser Hinsicht noch übertroffen wird“.

Hintergrund: Die LandesAstenKonferenz hatte in einer Pressemitteilung vom 26. Mai der Wissenschaftsministerin bei der Reform der Lehramtsstudiengänge eklatante Fehler bescheinigt.