RCDS Baden-Württemberg stellt Programm zur Hochschulpolitik vor

Stuttgart, den 8. Februar 2011 – Der Ring Christlich Demokratischer Studenten Baden-Württemberg hat auf seinem Landesausschuss, das zweithöchste Gremium nach der Landesdelegiertenversammlung im RCDS, das aus den Vorsitzenden der RCDS Gruppen an den Hochschulen besteht, ein Programm zur Hochschulpolitik verabschiedet.

RCDS Landesvorsitzender Romen Link hierzu: „Der RCDS Baden-Württemberg hat mit dem Vorschlag zur Reform der studentischen Mitbestimmung in Baden-Württemberg gezeigt, dass er in der Lage ist Reformprojekte innerhalb der CDU durchzusetzen. In den kommenden Jahren wollen wir gemeinsam mit der CDU Hochschulpolitik in Baden-Württemberg gestalten. Den Erfolgskurs der vergangen Jahre, den Exzellenzinitiative und Hochschulrankings belegen, wollen wir auch künftig fortsetzen.“

Der RCDS fordert in seinem Programm neben der Umsetzung der Reform der studentischen Mitbestimmung die Einführung der Übersetzung Diplom-Ingenieur für den Masterabschluss. Hierdurch können Studenten auch künftig von dessen hervorragendem internationalen Ruf profitieren. Außerdem setzt sich der RCDS für die rasche Umsetzung des BAföG Onlineantrags ein. Mit diesem müssen Studenten künftig nicht mehr stundenlang komplexe Anträge ausfüllen, sondern können ganz bequem einen Online-Antrag ausfüllen. Ebenso setzt sich der RCDS Landesverband für die Internationalisierung der Studienzeiten in Baden-Württemberg ein. Viele Studenten haben im Moment noch eine lange Wartezeit, wenn sie einen Auslandsaufenthalt im Laufe ihres Studiums absolvieren, da in den meisten Ländern die Studienzeiten anders sind. Dadurch wird die Mobilität der Studenten, ein Ziel der Bolognareform, nachhaltig eingeschränkt. Die Universität Mannheim hat aufgrund dieses Problems ihre Studienzeiten bereits angepasst. Außerdem setzt sich der RCDS Landesverband für eine verpflichtende Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten der Studienfinanzierung in allen Schulen ein, deren Abschluss zum Hochschulzugang berechtigt. Nach der aktuellen HIS-Studie nimmt trotz umfassender Finanzierungsmöglichkeiten dennoch ein beachtlicher Teil an Schulabgängern aufgrund finanzieller Erwägungen ein Studium nicht auf. Dem möchte der RCDS Baden-Württemberg entgegenwirken.

Kritik der Landesrektorenkonferenz zum RCDS-Mitbestimmungsmodell ist populistisch

Link: „Einerseits die Reformpläne der Landesregierung als zu weitgehend ablehnen, aber andererseits die Verfasste Studierendenschaft mit allgemeinpolitischem Mandat und Finanzautonomie zu befürworten, ist nichts als blanker Populismus!“

Stuttgart, den 1. Februar 2011 – Der RCDS Landesverband Baden-Württemberg kritisiert die Haltung der Landesrektorenkonferenz zur Reform der studentischen Mitbestimmung scharf. RCDS Landesvorsitzender Romen Link: „Die Ablehnung der Reform seitens der Rektoren in Baden-Württemberg ist nichts als blanker Populismus. Tatsächlich haben die meisten Senate der Universitäten in Baden-Württemberg, mit Zustimmung der Rektoren, sich für eine Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft mit Finanzautonomie und allgemeinpolitischem Mandat ausgesprochen. Dies sind Forderungen, die wesentlich weiter gehen, als das, was von Seiten des RCDS und der Liberalen Hochschulgruppen vorgeschlagen wurde.“

Auch der Vorwurf, die Rektoren seien übergangen worden, ist aus Sicht des RCDS absolut unverständlich. „Zum einen habe ich mit einigen Mitgliedern der Rektorenkonferenz mehrfach das Gespräch gesucht und sie über die Vorschläge des RCDS informiert. Zum anderen handelt es sich lediglich um einen Reformvorschlag, der selbstverständlich vor der Umsetzung mit den Rektoren diskutiert werden sollte. Der RCDS hätte sich darüber gefreut, die Reform bereits in dieser Legislatur umsetzten. Das Ministerium und der Wissenschaftsausschuss des Landtags haben dies aber abgelehnt, da man die Reform nicht ohne weitere Diskussionen mit den entsprechenden Fachkreisen umsetzen wollte.“, so Romen Link.

„Ich habe den Eindruck, dass einige Rektoren sich gerade auch im Hinblick auf den Gesetzesentwurf der Grünen und der SPD, der morgen im Landtag von den Regierungsfraktionen abgelehnt werden wird, im Wahlkampf vor deren Karren spannen lassen. Hier wird aufgrund politischer Präferenzen ein Modell, das über zwei Jahre von Studenten entwickelt wurde, schlecht geredet. Ein Blick nach Nordrhein-Westfalen und die Situation der Hochschulen nach dem Regierungswechsel zu Rot-Rot-Grün sollte Sie an sich eines Besseren belehren“, sagte Link abschließend.